RÜCKBLICK 2019

Impressionen der Orchesterfahrt in das Kloster Frenswegen vom 29.5. – 02.06.2019

Nach 2½ Stunden Autofahrt von Hannover nach Nordhorn liegt es vor uns: Das schöne, alte ökumenische Kloster Frenswegen, in idyllischer Landschaft mit wenig idyllischer Landluft mit etwas beißenden Güllegeruch. Bereits von Ferne erklingt Musik und ein Blick in die Aula des ehrwürdigen Gemäuers bestätigt die Vorahnung: Die 19 angereisten Mitspieler des Orchesters „Ohne Geigen“ befinden sich bereits in der 1. Orchesterprobe, am Anreisetag bis 21:30 Uhr! Zeit wird nicht vertan, mit Eifer mutig zur klangvollen Tat gestritten. Man merkte sofort: Hier sind unter fachkundiger Leitung von Frank Trudwig Überzeugungstäter am Werk. Da wird 4 Tage lang geübt bis das Blech ächzt und die Pauke jammert, rhythmische Unschärfen behoben, Akkorde gebastelt, am richtigen Ton gefeilt, Tempi modifiziert, Klangfarben verändert, das Riterdando optimiert und Crescendo und Decrescendo perfektioniert. Denn so lautet der Beschluss: Es kommt nicht darauf an, gleichzeitig zu spielen, sondern zusammen zu spielen. Musik erschallt von morgens bis abends, selbst in den Pausen findet sich noch Zeit für gemeinsames Üben, musikalische Projekte, Vorspielen und Bodypercussion. Bei grandioser Verpflegung wurde sogar sportlicher Ehrgeiz geweckt und eine verwegene Gruppe morgendlicher Läufer erkundete in waghalsigem Geländelauf die nähere und weitere Umgebung. Es wurde geredet-viel und lange, registerübergreifend zusammen gekickert, gespielt, spazieren gegangen, Billard gespielt, gegrillt. Sogar auf dem benachbarten Schützenfest wurden vereinzelte Musikanten gesichtet. Verluste waren glücklicherweise nicht zu beklagen. Was für eine gelungene Fahrt: Im October mit dem Orient Express durch Virginia und Dakota. Ganz großes Cinema: Ein letzter Song aus der Laguna di Grado. Dank an den Zugführer Frank, an die Fahrkartenkontrolleure und Zugbegleiter Stephan und Bettina und an allen Mitreisenden. Arrivederci bis zum nächsten Mal!